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My little Pony bleibt Underground

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My little Pony bleibt Underground

Neulich wollte ich mal wieder schauen, wann „My Little Pony -Friendship is Magic“ eigentlich endlich im deutschsprachigen Fernsehen startet.

Überraschung: Es läuft schon. Weitgehend hiter dem Rücken der Öffentlichkeit, scheint Nickelodeon die Lizenzen erworben und MLP FIM in sein Programm integriert zu haben.

Moment… Aber warum findet sich auf der Nick-Seite nichts darüber? Ein genauerer Blick zeigt: Die generationenübergreifend erfolgreichste US Cartoon-Serie der letzten Jahre läuft garnicht auf Nickelodeon, sondern auf dessen Vorschul-Ableger Nick Jr.  Montags bis Freitags 10.30 bis 11.00 Uhr. Morgens.

Keine Plakatkampagne, wie derzeit für den alten Hut Spongebob, der wohl niemandem mehr vorgestellt werden muss. Kaum Spots zwischen den Sendungen, und eine Sendezeit, zu der die Hauptzielgruppe in der Schule ist.

Und es geht sogar noch dilletantischer: Auf der Nick JR Seite guttenbergte man eine Beschreibung der alten MLP-Serie mit den Namen der Hauptfiguren der neuen Serie zusammen. Daneben Charakterisierungen von Figuren, die entweder garnicht in der Serie vorkommen, oder reine Statist_innenrollen haben. Mittlerweile wurden die „Infos“ zwar um den größten Unfug gekürzt, den tatsächlichen Inhalt der Serie konnte bei Nickelodeon aber auch noch niemand zusammenfassen.

Was für den Sender einem PR-technischen und auch finanziellen Super-GAU gleichkommt, kann die Fan-Szene eigentlich nur freuen: Ponies bleiben Underground!

Wenn der Sender das Potential der Serie ausnutzen würde, gäbe es einen riesen Hype, wie bei Spongebob, und am Ende ist es nur noch langweilig.

Dann doch lieber der Fanszene Zeit geben, sich zu entwickeln und sich stärker auf die eigenen Medien zu konzentrieren als uns auf das, was die Massenmedien uns vorsetzen. Die kommerzielle Übersetzung kann noch so schlecht sein, wenn die von Fans übersetzten youtube-clips mehr Zuschauer haben, als die Serie im Fernsehen. Wir treiben keine Werbegelder für Nickelodeon ein und helfen auch Hasbro höchstens bei der Schadensbegrenzung. Und zumindest dieses Jahr werden keine unschuldigen Rarity-Figuren in ekligen Mc Donalds-Regalen vor sich hinsiechen.

Ist das jetzt übertriebener Idealismus? Versuche ich, jedem Mist noch was Gutes abzugewinnen? Ja, das auch… Aber auch im deutschsprachigen Netz scheint der Kult gerade Fuß zu fassen:

Es gibt zumindest schon Foren:

Ponyboard

Bronies.de

Blogs:

Ponymediaxis (hat auch ein Forum)

Ponyaddicted

Blogartikel

Diskussionen auf Talkteria und Freunde-werden.de

Und einen ganz guten Wikipedia-Artikel

Wenn ihr sonst noch interessante Links findet, bitte in den Kommentaren posten. Hüüüh…

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Und damit ihr alle direkt schauen könnt, um welche Serie es geht, hier die erste Doppelfolge auf Deutsch:

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Die Welt als Pony und Vorstellung

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Stellen wir uns vor, wir nämen alle konstruierten Gegensätze aus der Welt, stampften die Strukturen ein und ignorierten die Institutionen. Was würden wir sehen?

Meine Antwort auf diese Frage ist eine metaphysische Antwort und sie lautet: Wir sähen ein Pony. Das Pony an sich um genau zu sein. Rosa Hufe, Rosa Rücken; sehr süß insgesamt.

„Pah!“ rufen jetzt die Phliosoph_innenponies. „Ist doch der selbe Quatsch wie beim mürrischen alten Opi Schopi. Dinge an sich kann man garnicht erkennen. Apriori und so. “

„Ja… wohl!“, sag ich dann, „woher sollte ich sonst wissen, dass sie rosa und knuddelig sind.“

Was meinte dieser Schopenhauer denn nun eigentlich? Im Wesentlichen drei Dinge:

1. Alles Scheiße!

2. Ich bin schlauer als Kant und Hegel ist der letzte Vollpfosten, dessen Dämlichkeit nur noch von der Gesamtheit der Frauen übertroffen wird.

3. Was wir über die sicheren Datenbahnen unserer Sinne als unsere Welt erkennen bleibt unsere Vorstellung, aus der wir uns wissenschaftlich nicht herauswinden können. Abstrahiert man aber das Dinghafte von den Dingen, bleibt am ehesten etwas übrig, was man als Willen beschreiben könnte. Unser Begehren, dass wir der Welt entgegenschleudern und sie dadurch erst mit Sinn ausstatten.

(Bei den Punkten 1 und 2 bin ich mir ziemlich sicher. 3 könnte ich falsch verstanden haben.)

Wir haben es hier mit einem zirkulären (2->3->1->2…) und in sich widersprüchlichen (1 und 2= falsch) Schluss zu tun, was in dieser Kombination ziemlich originell ist: Aus 2 folgt 3, woraus wiederum 1 abgeleitet werden kann.

Bedingung der Möglichkeit der Wahrheit von These 2 ist allerdings, dass sich der Sprecher  den in 3 zum „An sich“ erklärten Willen zueigen gemacht hat und These 1 zumindest in Bezug auf die eigene (männliche) Identität negiert.

Ich würde folgendermaßen umformulieren:

1. Alles ist total großartig.

2. Ich bin ein gutes Pony und auch nicht schlauer als alle anderen Ponies.

3. Wenn wir vom Erscheinungscharakter der Dinge abstrahieren, was natürlich nicht geht, bleibt unser Begehren übrig, als Pony unter Ponies anerkannt zu werden.

So rum wird ein Huf draus!

Was ich sonst noch sagen wollte:  Der ideale Diskurs ist Schweigen, Die ideale Gesellschaft ist irrelevant und das unterscheidungsfreie Wahrnehmen ist der Tod.

 

*Klugscheißmodus aus*