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Die Welt als Pony und Vorstellung

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Stellen wir uns vor, wir nämen alle konstruierten Gegensätze aus der Welt, stampften die Strukturen ein und ignorierten die Institutionen. Was würden wir sehen?

Meine Antwort auf diese Frage ist eine metaphysische Antwort und sie lautet: Wir sähen ein Pony. Das Pony an sich um genau zu sein. Rosa Hufe, Rosa Rücken; sehr süß insgesamt.

„Pah!“ rufen jetzt die Phliosoph_innenponies. „Ist doch der selbe Quatsch wie beim mürrischen alten Opi Schopi. Dinge an sich kann man garnicht erkennen. Apriori und so. “

„Ja… wohl!“, sag ich dann, „woher sollte ich sonst wissen, dass sie rosa und knuddelig sind.“

Was meinte dieser Schopenhauer denn nun eigentlich? Im Wesentlichen drei Dinge:

1. Alles Scheiße!

2. Ich bin schlauer als Kant und Hegel ist der letzte Vollpfosten, dessen Dämlichkeit nur noch von der Gesamtheit der Frauen übertroffen wird.

3. Was wir über die sicheren Datenbahnen unserer Sinne als unsere Welt erkennen bleibt unsere Vorstellung, aus der wir uns wissenschaftlich nicht herauswinden können. Abstrahiert man aber das Dinghafte von den Dingen, bleibt am ehesten etwas übrig, was man als Willen beschreiben könnte. Unser Begehren, dass wir der Welt entgegenschleudern und sie dadurch erst mit Sinn ausstatten.

(Bei den Punkten 1 und 2 bin ich mir ziemlich sicher. 3 könnte ich falsch verstanden haben.)

Wir haben es hier mit einem zirkulären (2->3->1->2…) und in sich widersprüchlichen (1 und 2= falsch) Schluss zu tun, was in dieser Kombination ziemlich originell ist: Aus 2 folgt 3, woraus wiederum 1 abgeleitet werden kann.

Bedingung der Möglichkeit der Wahrheit von These 2 ist allerdings, dass sich der Sprecher  den in 3 zum „An sich“ erklärten Willen zueigen gemacht hat und These 1 zumindest in Bezug auf die eigene (männliche) Identität negiert.

Ich würde folgendermaßen umformulieren:

1. Alles ist total großartig.

2. Ich bin ein gutes Pony und auch nicht schlauer als alle anderen Ponies.

3. Wenn wir vom Erscheinungscharakter der Dinge abstrahieren, was natürlich nicht geht, bleibt unser Begehren übrig, als Pony unter Ponies anerkannt zu werden.

So rum wird ein Huf draus!

Was ich sonst noch sagen wollte:  Der ideale Diskurs ist Schweigen, Die ideale Gesellschaft ist irrelevant und das unterscheidungsfreie Wahrnehmen ist der Tod.

 

*Klugscheißmodus aus*

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